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"Supplementierung wird häufig überschätzt"
Eingeführt von Referenten und Fachleuten aus der Ernährungswissenschaft- und Beratung diskutierten die rund 200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen über die vielfältigen Aspekte der Nahrungsergänzung im Sport. swiss-running.ch hat Liliane Pauchard und Jörg Reinmann an dieser Ausbildungsveranstaltung begleitet und kurz zu ihren Erfahrungen befragt.
Liliane Pauchard ist Erwachsenensportleiterin Running und leitet bei AC Murten Lauftrainings in verschiedenen Gruppen, u.a. auch in einem Einsteigerkurs. Jörg Reinmann ist Trainer A Swiss Athletics und Erwachsenensportleiter Running; er trainiert beim ST Bern leistungsorientierte Langstrecken- und OL-Läuferinnen.
swiss-running.ch: Sind Ernährung und Supplementierung in Euren Trainingsgruppen Themen?
Jörg Reinmann: Unbedingt! Und zwar aus verschiedenen Gründen. Einerseits achte ich darauf, dass sich meine Athletinnen ausgewogen ernähren. Andererseits spreche ich das Thema gezielt an, wenn ich bei Läuferinnen ein Ernährungsproblem vermute.
Liliane Pauchard: Im Einsteigerkurs thematisieren wir eine gute Basisernährung und den Flüssigkeitshaushalt. Die Teilnehmer an Läufen interessieren sich für die Verpflegung vor und während eines Wettkampfes und stellen entsprechende Fragen.
Was nehmt ihr als Runningleiter vom Swiss Athletics Forum 2011 mit?
Liliane: Die Basisernährung muss stimmen, sowohl im Breiten- wie im Leistungssport. Im Breitensport braucht es keine Ernährungszusätze, ausser es wurde vom Arzt ein Mangel festgestellt. Mit den im Handel angebotenen Präparaten ist Vorsicht geboten, denn zuviel Vitamin C, Magnesium, etc. ist für den Körper nicht gut.
Jörg: Viele Läuferinnen wenden die Supplementierung nach dem Giesskannenprinzip an. Dabei sind sie sich gar nicht bewusst, dass eine Supplementierung auch Risiken birgt. Die Supplementierung wird häufig überbewertet.
Ihr nehmt regelmässig an Fortbildungskursen von Swiss Athletics teil. Wie profitieren Eure Athletinnen respektive Laufgruppenteilnehmer davon?
Liliane: Ich kann neue Erkenntnisse weitergeben, ein neues Thema in der Laufgruppe aufnehmen und Fragen aus der Gruppe sicherer beantworten.
Jörg: Mit den Fortbildungskursen bringe ich mich immer auf den neusten Stand des Wissens und kann auch auf Fragen meiner Athletinnen reagieren. Ich versuche auch, das Wissen in die Praxis umzusetzen. Wer rastet, der rostet!
swiss-running.ch wünscht weiterhin viel Spass und Erfolg mit dem Laufen!
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