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Wieder zwei Schweizer Rekorde in Tallinn | 23.07.2011
In den Halbfinals über 4x400 m liefen Simone Werner (Old Boys Basel), Molly Renfer (LC Basel), Stefanie Barmet (STV Willisau) und Livia Kneubühler (STV Willisau) ein mutiges Rennen. In der zweiten Serie blieben sie stets in Kontakt mit der Spitze und wurden am Ende in 3:44,88 Minuten Dritte. Damit sicherten sie sich die Teilnahme am Final vom Sonntagabend. Den U20-Schweizer-Rekord verbesserten sie um knapp zwei Sekunden. Der alte Bestwert (3:46,74) stammt aus dem Jahr 1982!
Somit wurden in diesem Jahr beide Staffelrekorde bei den U20-Frauen verbessert. Beim Swiss Meeting in La Chaux-de-Fonds war bereits der Rekord über 4x100 m gefallen (45,11 Sekunden).
„Wir wussten, dass wir alle gute 400er-Zeiten haben, sind jedoch noch nie zusammen Staffel gelaufen“, sagte eine glückliche Simone Werner. „Vom Start weg lagen wir zusammen mit zwei anderen Teams an der Spitze. Nun sind wir glücklich, dass es gereicht hat“, so die Startläuferin. „Wir sind uns bewusst, dass nicht alle Teams mit den Besten angetreten sind. Zwei Nationen waren klar schneller. Dahinter ist im Final alles möglich.“
Die Zusammensetzung der Schweizer Staffel im Final steht noch nicht fest. Aurélie Dupasquier (Lausanne-Sports) wurde im Halbfinal geschont, damit sie mit der 4x100-m-Staffel laufen kann.
53,45 m: Nathalie Meier verbessert Linda Züblins Speer-Rekord
In der Speer-Qualifikation sorgte Nathalie Meier für das nächste Schweizer Glanzlicht. Mit 53,45 m warf sie U20-Schweizer-Rekord und qualifizierte sich als Vierte ihrer Quali-Gruppe direkt für den Final vom Sonntag. Ihr vorheriger Schweizer Rekord, den sie erst Anfang Monat aufgestellt hatte, lag bei 50,93 m. Diesen Wert übertraf sie um über zweieinhalb Meter!
Damit nicht genug: Meier übertraf sogar den Schweizer Rekord bei den Aktiven um 44 cm. Diesen hatte die Siebenkämpferin Linda Züblin (LAR Bischofszell) an der WM 2009 in Berlin (De) aufgestellt.
„Der erste Wurf ging auf 49,31 m, das war ein mega guter Start, der mir Selbstverttrauen gab. Beim zweiten, der über 51 m ging, spürte ich, dass noch mehr drinliegt. Im letzten Versuch bin ich dann noch schneller angelaufen und habe alles in diesen Wurf reingegeben“, beschrieb Meier ihren Wettkampf. Dem Final blickt sie voller Zuversicht entgegen. „Mein Ziel war, dass ich in den Final komme. Nun will ich dort diese Weite bestätigen. Wenn dann auch noch der Rang stimmt, umso besser. Am nötigen Adrenalin wird es mir kaum fehlen.“
Schon vier Schweizer Rekorde aufgestellt
Damit wurden in Tallinn innert knapp 24 Stunden vier U20-Schweizer-Rekorde verbessert! Am Freitag hatten Mujinga Kambundji (ST Bern) mit 11,53 Sekunden über 100 m und Elodie Jakob (US Yverdon) mit 5657 Punkten im Siebenkampf ebenfalls nationale Bestmarken aufgestellt. Wahrlich eine sensationelle Ausbeute des 16-köpfigen Teams von Swiss Athletics!
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