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Alex Wilson sprintet in die Halbfinals – Amaru Schenkel scheidet aus | 07.08.2012
Ergänzt mit Zitaten
(fre/Si) Bis zum siebten und letzten Vorlauf musste er warten und bangen, dann konnte er endlich aufatmen: Alex Wilson schaffte mit 20,57 Sekunden als einer von drei Athleten über die Zeit den Einzug in die Halbfinals. Es ist dies für den 22-jährigen Basler der grösste Erfolg in seiner noch jungen Karriere.
"So schnell bin ich am Mittag noch nie gelaufen", freute sich Wilson.
Nur zwei Hundertstel hinter dem Drittplatzierten
Es fehlte nicht viel, und Wilson hätte sich den Stress des Wartens und Bangens erspart. Der Drittplatzierte in seiner Serie (der ersten von sieben) schaffte mit 20,55 Sekunden den direkten Halbfinaleinzug. Die Runde der letzten 24 Läufer findet am Mittwochabend um 21.10 Uhr Schweizer Zeit statt. Bei seinem zweiten Auftritt im internationalen Rampenlicht wird der junge Schweizer definitiv nichts zu verlieren haben.
Wilson, der mit der WM 2011, den EM 2010 und 2012 sowie der U23-EM 2011 schon beachtliche Grossanlasserfahrung vorweisen kann, zeigte sich ob der grossen Namen neben ihm wenig beeindruckt. 18 Hundertstel hinter Sieger Usain Bolt stellte er die drittbeste Zeit seiner Karriere auf, nur sechs Hundertstel über seinem letztes Jahr aufgestellten U23-Schweizer-Rekord.
Nach dem Ziel war der Jamaika-Basler der Erste, der Bolt gratulierte und mit ihm ein paar Worte wechselte. "Bolt sagte mir, er habe mich vor und während dem Rennen gar nicht gesehen", so Wilson.
Amaru Schenkel ausgeschieden
Der Zürcher Amaru Schenkel (24) kam in seinem ersten Rennen bei Olympischen Spielen nicht auf Touren. Schon ausgangs Kurve lag er zurück und auf der Zielgerade fand er den Turbo nicht. In 20,98 Sekunden hatte der Halbfinalist der EM in Helsinki (Fi) als Siebter der fünften Serie keine Chance auf ein Weiterkommen. Eine Enttäuschung für ihn, der erst vor zehn Tagen in Weinheim (De) mit 10,22 Sekunden über 100 m eine Topzeit gelaufen ist.
Im Ziel beklagte er sich über eine Verhärtung am Hamstring. "Ich bin gut weggekommen, obwohl ich das Rennen nicht zu schnell angehen wollte", sagte er. "Als die anderen dann in der Kurve drückten, wollte ich auch, aber es ging nicht. Der Oberschenkel machte zu."
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