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Swiss Athletics Forum im Zeichen der Supplementierung | 03.06.2011

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swiss_athletics_forum_2011Das diesjährige Swiss Athletics Forum widmete sich dem Thema „Supplementierung“ im Sport. Die 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer saugten die wissenschaftlichen und praktischen Ausführungen der Experten regelrecht auf.

Supplementierung sei ein Tabuthema, eröffnete Forumsleiter Ruedi Oegerli die Ausbildungsveranstaltung im Haus des Sports, dem Hauptsitz von Swiss Athletics in Ittigen. Ziel des fünften Swiss Athletics Forum war eine lebhafte Diskussion. Und die sollte während der nächsten acht Stunden mehrfach aufkeimen. Wesentlich dazu beigetragen haben die Referate der ausgewiesenen Fachleute.

Von Bicarbonat bis Vitamin C

So ging Dr. Samuel Mettler, Sport- und Ernährungswissenschaftler am BASPO und an der ETH Zürich, auf die Chancen und Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln ein. Unter anderem verwies er auf den bis Ende Juni aktualisierten Supplementguide von Antidoping Schweiz. Zusammen mit seinem Berufskollegen Christof Mannhart stellte Mettler im zweiten Teil eine Palette ausgewählter Supplemente vor, vom „Laktatpuffer“ Bicarbonat über Kreatin und Koffein bis hin zum „Klassiker“ Vitamin C.

Dr. med. Patrik Noack, der leitende Arzt des Swiss Olympic Medical Centers in Magglingen-Biel, wiederum beschäftigte sich mit dem Eisenmangel, der gehäuft bei Ausdauerathletinnen auftritt.

Spitze der Pyramide

Im französischsprachigen Teil behandelten Dr. Silvio Folli sowie der ehemalige Spitzenathlet und Ernährungsberater Raphaël Monachon die körperliche Leistungsfähigkeit im Zusammenhang mit Kohlenhydraten und dem Wasserhaushalt.

Derweil zeigte Dr. Paolo Colombani, der Co-Entwickler der Lebensmittelpyramide für Sportlerlinnen und Sportler, auf, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nur sinnvoll sei, wenn die Basis respektive die Gesamternährung stimme. „Supplemente sind die Spitze der Pyramide und eine sehr individuelle Angelegenheit“, so Colombani.

Immer wieder wurde betont, dass es keine allgemeinen Empfehlungen gebe und Supplemente eine Sporternährung zwar ergänzen, aber nicht ersetzen.

Vorsicht geboten

Doch auch die Problematik der Verunreinigungen und des Dopings kam zur Sprache. Hans Braun, der die deutschen Sportler am Olympiastützpunkt Rheinland ernährungstechnisch berät, präsentierte dazu teilweise erschreckende Zahlen. Laut einer IOC-Studie von 2004 sollen knapp 15 Prozent der Nahrungsmittelergänzungsprodukte verunreinigt sein. Dabei reichen bereits kleine Mengen an sogenannten Prohormonen für einen positiven Dopingbefund. „Hier müssen wir die Athleten noch besser aufklären“, fordert der diplomierte Ernährungswissenschaftler von der Deutschen Sporthochschule Köln.

Schliesslich sollte eine Supplementierung nie in den illegalen Bereich gehen. „Und doch“, folgerte Forumsleiter Ruedi Oegerli, „müssen wir versuchen, die Möglichkeiten einer legalen adäquaten Supplementierung auszuschöpfen und offen mit den Trainern, Athleten und Spezialisten darüber zu sprechen – auch im Hinblick auf die EM 2014.“ Das von Nutrilite unterstützte Forum war ein erster Schritt in diese Richtung. 
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